Manage Agile

TRITUM /

Unser Responsive Webdesigner Andreas Steiger besuchte am 23. Oktober die "Manage Agile" in Berlin. Im Folgenden schildert er seine Eindrücke und gibt einen kleinen Überblick über den Konferenztag.

Der Gewinn eines Tagestickets für die Manage Agile 2013 und die Unwissenheit über die agile Welt außerhalb von TRITUM, waren die Anreize für die Reise nach Berlin. Neben der gigantischen Location des Mecure Hotels wurde man nicht nur von den kulinarischen 4-Sterne-Köstlichkeiten verwöhnt, sondern konnte auch die Massagen und Wellness-Angebote in den Pausen genießen. Die Veranstalter HLMC Events GmbH hatte sich also ganz schön ins Zeug gelegt mit diesem bewundernswerten Rahmenprogramm. Der Wohlfühlcharakter war geschaffen und brachte mich mitten in die Gesellschaft von Geschäftsführern großer Unternehmen, wichtiger Managern und jeder Menge Buzzwords.

"Agil sein ist normal" – mit dieser anstößigen These startete der Konferenztag in tiefgehende Keynotes und Vorträge. Es wurden Berufsgruppen jenseits der IT angeschaut und die agile Organisation von Berufen bei der Feuerwehr, dem Friseur und im Krankenhaus betrachtet. Angefangen beim visuellen Requirement Engineering, über zelebriertes Lernen bis hin zur Motivation durch Erfolge – eine Vielzahl agiler Methoden und Handlungen, die dort im Alltag angewendet werden. Doch nicht nur außerhalb der IT wurde sich inhaltlich bewegt, sondern auch mitten drin. Firmen mit jahrelanger Scrum-Erfahrung, wie auch Einsteiger, wenn es um das Thema Agilität geht, wurden analysiert. Man hörte Erfahrungsberichte über Probleme, die man sich beim Wechsel von normaler Teamarbeit in eine Scrum-Rollenverteilung oder dem flexiblen und kundenahen Entwickeln durch zahlreiche Retrospektiven und Reviews ins Haus holt. Ein rießiger Change-Prozess, der nicht von heute auf Morgen passiert, sondern intensive Vorbereitung und professionelle Beobachtung verlangt.

Ein weiterer Themenschwerpunkt war die Kundenberatung. Wie können wir dem Kunden in Budget, Zeit und Leistung gerecht werden, ohne den agilen Fixpreis aus den Augen zu verlieren?! Schlagwörter, wie Feature-Swapping, User-Stories und Prototyping standen hier auf der Agenda. Außerdem wurden nützliche Tools und Modelle zur Kundenkommunikation als Gedankenstützen vorgestellt.

Das Fazit des Tages war positiv. Ich habe gemerkt, dass agile Methoden, wie Scrum, Kanban und Andere nur Rahmen zur Orientierung sind. Man sollte sich also viele, hilfreiche Ansätze herausgreifen und im eigenen Team gezielt umsetzen. Nach einigen Gesprächen und viel Input, war es eine sehr gelungene Konferenz, wo man durchaus mehrere Tage sinnvoll verbringen könnte.